• 28. Juni 2013
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’Unser Charisma heisst Compassion - Mit-Leiden’ - Ausschnitte aus einem Interview für kath.net

Alexis Dupuy und Petra Lorleberg im Gespräch beim Zentrum der geistlichen Gemeinschaften des Eucharistischen Kongresses ©kath.net

„Wo könnte ich dem Herrn besser begegnen als in der Eucha­ristie?“, bekennt Alexis Dupuy. Er ist geweihter Laie in der jungen Gemein­schaft „Offenes Herz“ im kath.net-Inter­view. Von Petra Lor­le­berg

Köln-Berlin-Stutt­gart (kath.net/pl) „Wo könnte ich dem Herrn besser begegnen als in der Eucha­ristie? Da ist kein bei­läu­figes Ele­ment meines Lebens, son­dern sein Zen­trum!“ Dies bekennt Alexis Dupuy (Foto) am Rand des Eucha­ris­ti­schen Kon­gresses in Köln. Der junge Katholik stammt aus Frank­reich und ist geweihter Laie der Gemein­schaft „Offenes Herz“. Er erläu­tert im kath.net-Inter­view, wie für ihn die eucha­ris­ti­sche Anbe­tung und die Zuwen­dung zu Christus „in Gestalt des Armen“ zusam­men­hängen. Außerdem kann Dupuy nach seinem langen Argen­ti­ni­en­auf­ent­halt erklären, was Papst Fran­ziskus am Matetee so schätzt.

kath.net: Welche Grund­an­liegen von Offenes Herz möchten Sie beim Eucha­ris­ti­schen Kon­gress aktiv mit ein­bringen?

Dupuy: Am Ursprung der Grün­dung von Offenes Herz steht diese Intui­tion, dass das größte Leiden der Men­schen die Ein­sam­keit ist.

Unser Cha­risma heisst die Com­pas­sion - das Mit-Leiden -, diese Hal­tung von Maria am Fuß ihres gekreu­zigten Sohnes, die ihm durch ihre stille Gegen­wart erlaubt bis zur Vollen­dung seiner eigenen Mis­sion zu gehen.

Die Gekreu­zigten von heute sind zahl­reich, und nicht nur in den ärmeren Län­dern. Wir erheben nicht den Anspruch, eine Lösung zu sein für die schweren Pro­bleme der Men­schen. Wir wollen nur ein Zei­chen sein, ein Zei­chen der Hoff­nung und der Liebe.

Unsere Auf­gabe besteht darin, diese Prä­senz der Liebe zu sein und diese bedin­gungs­lose Freund­schaft anzu­bieten, die erlaubt, das Leiden anzu­nehmen und den eigenen Lebensweg weiter zu gehen.

Ist nicht der aller­tiefste Durst des Men­schen, der nach einer Gegen­wart?

Offenes Herz ver­steht sich auch als Frei­wil­li­gen­dien­st­or­ga­ni­sa­tion, in der die Jugend­li­chen die Mög­lich­keit haben, zwi­schen 14 und 24 Monate in einem Haus von Offenes Herz in einem Elends­viertel zu wohnen und sich für die Bewohner dieses Vier­tels ein­zu­setzen.

kath.net: Pflegt Ihre Gemein­schaft die Bezie­hung zum in der hl. Eucha­ristie gegen­wär­tigen Herrn oder ist das nur ein bei­läu­figes Ele­ment Ihres Katho­lisch­seins? Hat Ihre Gemein­schaft auch einen maria­ni­schen Grundzug?

Dupuy: Die Quelle meines Lebens ist das Gebet.

Christus allein gibt Frucht zu meiner Auf­gabe. Davon bin ich tief über­zeugt.

Also wo kann ich ihm besser begegnen als in der Eucha­ristie? Das ist kein bei­läu­figes Ele­ment meines Lebens, son­dern sein Zen­trum!

In unserer Gemein­schaft haben wir die Gewohn­heit, jeden Tag eine Stunde vor dem Aller­hei­ligsten in der Anbe­tung zu ver­bringen.

In diesem Sinn würde ich sagen, dass die Gemein­schaft mir hilft meine Bezie­hung mit Gott zu pflegen. Und auch weil wir zu Hause eine Kapelle haben, wo Christus im Taber­nakel prä­sent ist. Er ist ein sehr beson­derer Mit­be­wohner!

Wie gesagt ist unser Cha­risma von Maria unter dem Kreuz inspi­riert. Daher ist sie – sozu­sagen – unsere „Leh­re­rin“, bei der wir lernen, uns bedin­gungslos hin­zu­geben. Wir betrachten sie, medi­tieren über ihre Gegen­wart im Evan­ge­lium und beten um ihre Für­sprache in dem täg­li­chen Rosen­kranz.

kath.net: Welche Erfah­rungen machen Sie per­sön­lich bei Ihren täg­li­chen Gebet­zeiten vor dem Aller­hei­ligsten, Herr Dupuy?

Dupuy: Die stille Anbe­tung ist zuerst der Ort der per­sön­li­chen Begeg­nung mit Christus, wo ich ihm ganz ein­fach eine Stunde meiner Zeit schenke. Es pas­siert nichts Beson­deres, aber Er ist da und ich bin da. Das ist wie in der Freund­schaft, wo man sich freut, mit dem anderen Zeit zu ver­bringen ohne große Ansprüche.

Die Anbe­tung ist auch ein Zeugnis meines Glau­bens.

Ja, ich glaube, dass Christus in diesem Stück Brot wirk­lich prä­sent ist und zeige es durch meine Gegen­wart in der Kapelle.

Und geheim­nis­voll lerne ich auch dadurch Christus „in Gestalt des Armen“ zu erkennen, wie ein großer Schweizer Theo­loge sagte. Die Begeg­nung mit Gott im Gebet geht in meinem All­tags­leben bei alle Begeg­nungen weiter.

Die Anbe­tung ist letzt­end­lich selbst­ver­ständ­lich ein beson­deres Moment, wo ich Christus alle anver­trauen kann, die ich getroffen habe und die auf mein Gebet hoffen.

Das ganze Inter­view auf kath.net lesen...


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