• 22. Februar 2017
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[Franzi in Peru] Aus­schnitte aus dem 2. Paten­brief

(...) Im Oktober fei­erten wir unser 25-jäh­riges Jubi­läum von Offenes Herz in La Ense­nada. Dieses Fest und seine Vor­be­rei­tungen waren wirk­lich ein Geschenk Gottes. Ange­fangen von einem Freund, der uns unser Haus strich, bis zu einem Bekannten, der uns 100 Stühle zur Ver­fü­gung stellte und in der Nacht vor dem Fest sogar noch jemanden fand, der diese Stühle zu unserem Haus trans­por­tierte. Das Fest am nächsten Tag begann mit der Hei­ligen Messe, danach gab es eine Tan­z­auf­füh­rung, wir hörten Grüße von ehe­ma­ligen Frei­wil­ligen, aßen gut und hörten die Erfah­rungen die unsere Freunde hier mit Offenes Herz gemacht haben. Das Fest war auch gleich­zeitig das Abschieds­fest von Raquel, sodass wir jetzt nur noch zu dritt sind. (...) Syl­vester ließen wir es dann ruhiger angehen. Nach der Messe am Abend stiegen wir mit Enrique und Morris, zwei Jugend­li­chen aus dem Viertel, und mit Leo zum ¨Cruz de la Abuela Vic­to­ria¨ (Kreuz der Oma Vic­toria). Die Geschichte dieses Kreuzes ist wirk­lich erstaun­lich. Abuela Vic­toria betete dafür, dass Jugend­liche nach La Ense­nada kommen, um den Kin­dern zu helfen, und als das Haus von Offenes Herz eröffnet wurde, war es wir eine Erhö­rung ihres Gebetes. Danach bat sie die Frei­wil­ligen, immer wieder ein Kreuz aus Beton auf einem Berg zu errichten, da das Kreuz aus Holz immer wieder zer­stört wurde. Und so wurde ein Kreuz aus Beton mit Hilfe der Frei­wil­ligen vom Punto, vom Viertel und mit der Familie von Abuela Vic­toria errichtet, das bis heute noch über La Ense­nada wacht. Syl­vester dort oben zu feiern war unglaub­lich schön. Der Blick über diese große Stadt Lima, all die Lichter und Men­schen, die hier leben und danach das große Feu­er­werk….. In diesem Moment habe ich mich sehr klein und sehr dankbar gefühlt. Danke an euch, dass ich diese Mis­sion leben darf. In diesem Sinne wün­sche ich euch ein sehr ver­spä­tetes fröh­li­ches Weih­nachten und ein gutes neues Jahr 2017! (...) Wir haben hier zwei Apo­sto­late, die wir jeweils alle zwei Wochen besu­chen: Maran­guita und Villa Marta. Maran­guita ist ein Reha­bi­li­ta­tions-zen­trum für min­der­jäh­rige, straf­fäl­lige Jungs. Villa Marta ist ein großes ¬Kin­der­heim, in dem Min­der­jäh­rige bis 18 Jahre leben. Wir besu­chen immer die Gruppe der Klein­kinder (1-4 Jahre). Am Anfang war es schwierig für mich, da ich nicht richtig wusste, was ich mit ihnen spielen oder anfangen sollte. Es wurde aber dann viel besser, als meine Gemein­schafts­schwester mir erklärte, dass sie die Kinder ein­fach nur in diesem Moment glück­lich machen will. Jetzt mitt­ler­weile mag ich die Kinder von Villa Marta wirk­lich sehr gerne. Man kann wirk­lich merken, wie sie jede Berüh­rung, jede Umar­mung, jedes Biss­chen Prä­senz und Auf­merk­sam­keit brau­chen und wie kleine Schwämme aufsaugen. (...)


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